- Lassen Sie sich von konkreten Umfragefragen inspirieren
- Entdecken Sie die Vorteile regelmäßiger Umfragen
- Erfahren Sie, wie Sie die Umfrage teilen können
- Entdecken Sie zeitsparende Funktionen von Survio
Erfolgreiche Unternehmen versuchen, den Verlust erfahrener und langjähriger Mitarbeitender zu verhindern, indem sie regelmäßig Umfragen zur Zufriedenheit, Selbsteinschätzung oder Motivation durchführen. Wenn sich Mitarbeitende zum Austritt entscheiden, nutzen HR-Fachkräfte eine Mitarbeiterbefragung beim Austritt, um die Gründe dafür zu ermitteln und Lösungen zu finden. So können sie die Fluktuation senken und künftigen Kündigungen vorbeugen.
Diese Art von Umfrage gibt Mitarbeitenden, die das Unternehmen verlassen, die Möglichkeit, ehrliches Feedback zu geben und ohne Konsequenzen Kritik daran zu üben, was im Unternehmen nicht funktioniert oder wo sie konkrete Probleme sehen. Erfahrene Führungskräfte und HR-Fachkräfte erkennen darin außerdem eine wertvolle Möglichkeit zur Verbesserung und dazu, Lösungen zu finden und unerwünschte Situationen zu verhindern. So müssen andere Mitarbeitende einen Austritt vielleicht gar nicht erst in Betracht ziehen.
Der Mehrwert einer Mitarbeiterbefragung beim Austritt
- offene Einschätzungen und ehrliches Feedback von ausscheidenden Mitarbeitenden,
- Erkennen von Problemen, die das Engagement und die Zufriedenheit der Mitarbeitenden beeinträchtigen,
- persönliche Einschätzungen, die Hinweise auf mögliche Lösungen geben,
- Vorbeugung gegen Mitarbeiterfluktuation.
Zuverlässige und qualifizierte Mitarbeitende zu finden, wird immer schwieriger und ist nicht nur finanziell kostspielig. Wenn Mitarbeitende das Unternehmen verlassen, geht damit eine Investition verloren. Werden keine Maßnahmen ergriffen, bleiben die Probleme bestehen. Die Suche und Auswahl neuer Mitarbeitender sowie deren Einarbeitung beginnen von vorn – und die Kosten steigen.
Wenn Sie im Personalwesen Verantwortung tragen, helfen Ihnen Mitarbeiterbefragungen dabei, Zufriedenheit, Loyalität und Motivation der Mitarbeitenden zu messen. Nutzen Sie ihre Ideen und Kommentare, um in Ihrem Unternehmen ein gesundes Arbeitsumfeld und gute Arbeitsbedingungen zu schaffen. Probieren Sie auch andere Umfragen zu diesem Thema aus:
Wir haben außerdem verschiedene Anwendungsfälle zu den genannten und weiteren Themen zusammengestellt. Lassen Sie sich inspirieren und setzen Sie die hilfreichen Tipps und Anleitungen bei Ihren Umfragen mit Survio in die Praxis um.
Bevor Sie mit der Erstellung einer Umfrage beginnen
Notieren Sie zunächst, welche Informationen Sie von den Mitarbeitenden benötigen und welche Aspekte des Arbeitsumfelds sie bewerten sollen. Erstellen Sie darauf aufbauend die Fragen für das Austrittsgespräch und legen Sie die Struktur der gesamten Umfrage fest.
Legen Sie fest, welche Themen Sie in der Umfrage behandeln möchten, zum Beispiel:
- die Hauptgründe für den Austritt aus dem Unternehmen,
- die Bewertung der Position (Vergütung, Einsatz der eigenen Fähigkeiten in der Position, Möglichkeiten zur beruflichen Weiterentwicklung und Selbstverwirklichung usw.),
- die Bewertung des Arbeitsumfelds (Arbeitsatmosphäre, Ausstattung, Qualität der Einarbeitung, Hindernisse bei der Arbeit, Zusatzleistungen),
- die Bewertung der Führungskraft (Umgang, Anerkennung von Ergebnissen und Leistung, Herausforderungen, Offenheit für Meinungen, Konflikte und Meinungsverschiedenheiten usw.),
- die Bewertung des Teams (regelmäßige Kommunikation, Informationsaustausch, Zusammenarbeit bei der Problemlösung usw.),
- die allgemeine Bewertung des Unternehmens (Unternehmenskultur, Werte, Arbeitszufriedenheit, Bereitschaft, das Unternehmen weiterzuempfehlen),
- konkrete Verbesserungsvorschläge.
Eine klare Vorstellung vom Aufbau der Umfrage ist aus mehreren Gründen wichtig:
- Sie hilft Ihnen dabei, die Fragen zu formulieren – also festzulegen, was Sie wie fragen;
- Sie wissen genau, wo jede Frage hingehört. Eine sinnvolle Reihenfolge und ein logischer Zusammenhang erleichtern den Mitarbeitenden das Ausfüllen der Umfrage;
- Die Antworten sind für Sie verständlich. Das ist besonders bei der Auswertung hilfreich, auch wenn Sie die Antworten auf einzelne Fragen im Zeitverlauf vergleichen;
- Sie können sicher sein, dass Sie alle wichtigen Fragen gestellt haben.
Lesen Sie den Artikel So erstellen Sie eine Umfrage, um die richtigen Fragen zu stellen und die passenden Einstellungen für eine effektive Datenerhebung vorzunehmen. In Kombination mit einer Vorlage für eine Mitarbeiterbefragung beim Austritt wird das Erstellen Ihrer Umfrage zum Kinderspiel.
Tipp: Achten Sie auf die Einführungsseite der Umfrage. Erklären Sie klar, was das Ziel der Mitarbeiter-Ausstiegsumfrage ist und warum Sie sie bitten, diese auszufüllen. Vergessen Sie nicht, sich für die Bereitschaft zur Meinungsäußerung und die aufgewendete Zeit zu bedanken.
Für aussagekräftige Antworten kommt es auf die richtigen Fragen an
Damit Sie klare Antworten von den Mitarbeitenden erhalten, müssen Sie die richtigen Fragen stellen und aus den 19 Fragetypen in Survio die passenden auswählen. Probieren Sie geschlossene und offene Fragen oder Rangfolgefragen aus. Erfahren Sie, wie Sie Sternebewertungen, den Net Promoter Score, Matrixfragen und weitere Fragetypen nutzen, um ehrliches Feedback zu erhalten.
Nutzen Sie die Ergebnisse als Ausgangspunkt für weitere Untersuchungen und beziehen Sie andere Mitarbeitende mit ein. So finden Sie heraus, ob sie mit ähnlichen Problemen zu kämpfen haben. Verwenden Sie dazu einfach eine Umfrage zur Mitarbeiterzufriedenheit. Möglicherweise ergeben sich daraus folgende Themenbereiche:
- finanzielle Bedingungen – Wenn dies ein möglicher Grund ist, fragen Sie nach den Erwartungen der Mitarbeitenden und prüfen Sie, wie sich eine Anpassung auf die Gesamtausgaben und das Unternehmensbudget auswirken würde.
- berufliche Weiterentwicklung – Wenn Sie feststellen, dass Mitarbeitende sich mehr Eigenständigkeit wünschen, sprechen Sie mit ihnen über ihre Ideen und überlegen Sie, welche alternativen Positionen infrage kommen.
- bessere Kommunikation mit der Führungskraft – Wenn diese Antwort unter „Sonstiges“ angegeben wird, sollten Sie mit beiden Seiten sprechen und die betreffende Führungskraft um ihre Einschätzung bitten.
- geringe Qualität der Weiterbildungsangebote – Mit einer Sternebewertung können die Befragten ihre Einschätzung einfach abgeben. Bei der Auswertung erkennen Sie so schnell, wie zufrieden sie sind. Es kann sich auch lohnen, die Dozierenden zu befragen.
3 Sterne deuten auf Zweifel hin. Das ist ein Anlass, sich künftig genauer mit diesem Thema zu befassen. 2 Sterne oder weniger erfordern Ihre unmittelbare Aufmerksamkeit. Die Investitionen in diese Schulungen zahlen sich nicht aus. Fragen Sie weiter nach, um den tatsächlichen Grund herauszufinden.
Tipp: Kombinieren Sie verschiedene Fragetypen mit Bedacht. Scheuen Sie sich nicht, offene Fragen zu verwenden. So können Mitarbeitende Antworten geben, die bei einer geschlossenen Frage nicht zur Auswahl stehen.
Antworten sammeln und Ergebnisse auswerten
Survio bietet zahlreiche Möglichkeiten, Ihre Umfrage zu teilen. Für Mitarbeitende, die das Unternehmen verlassen, bietet sich ein direkter Link an, den Sie per E-Mail versenden. Wenn Sie vereinbaren, die Umfrage an die private E-Mail-Adresse zu schicken, können die Mitarbeitenden sie bequem zu Hause am Computer, Tablet oder Smartphone ausfüllen.
Sie können die Umfrage auch ausdrucken und den Mitarbeitenden beim Austritt persönlich übergeben. So haben Sie die Gelegenheit, zu erklären, warum Ihnen ihre Antworten wichtig sind, und weitere Einzelheiten zu erläutern. Wenn Survio die Antworten aus dem ausgedruckten Fragebogen auswerten soll, müssen Sie sie manuell übertragen, nachdem Sie den ausgefüllten Fragebogen zurückerhalten haben.
Survio analysiert die gesammelten Antworten automatisch und in Echtzeit. Die Daten werden zu Gesamtergebnissen und individuellen Antworten aufbereitet. Bei Bedarf können Sie die gesamte Auswertung mit analysierten Antworten mit einem Klick in übersichtlich gestaltete und verständliche Berichte umwandeln. Diese Übersicht enthält Diagramme und Tabellen, in denen die Werte nach Ihren Wünschen dargestellt werden – sortiert, gefiltert oder gruppiert. Das alles ist in Survio möglich, sodass Sie keine weitere Software benötigen. Für den Export der Berichte stehen außerdem verschiedene gängige Formate zur Verfügung: PDF, DOCX, PPTX, XLSX, CSV oder Google Sheets.
Weitere Informationen dazu, wie Sie Umfragen teilen können und welche weiteren Funktionen und Extras es gibt, finden Sie in unserem Blog.
Tipp: Damit Sie nicht ständig prüfen müssen, ob die Mitarbeitenden den ausgefüllten Fragebogen bereits zurückgeschickt haben, aktivieren Sie in Survio die Funktion E-Mail-Benachrichtigung. Sobald Antworten eingehen, erhalten Sie eine Benachrichtigung per E-Mail.
Was verraten Ihnen die Antworten und wie werten Sie sie aus?
Die Antworten sind aufbereitet, die Präsentation ist fertig. Nun folgt der wichtigste Schritt: die erhobenen Daten auszuwerten und Lösungen vorzuschlagen, mit denen Sie die festgestellten Mängel beheben können.
Hier ein Beispiel für ein konkretes Problem, auf das eine ausscheidende Person im Fragebogen zum Austrittsgespräch hingewiesen hat und das Sie wie folgt zusammenfassen:
Bei der Erledigung ihrer Aufgaben fehlten der Person häufig Informationen zu den zugewiesenen Tätigkeiten.
Dafür kann es verschiedene Gründe geben, die jedoch einen gemeinsamen Nenner haben. Aus der obigen Aussage lassen sich folgende Schlüsse ziehen:
- Im Unternehmen fehlen dokumentierte Abläufe und relevante Informationsquellen für die Mitarbeitenden.
Weitere Untersuchungen könnten beispielsweise zeigen, dass Mitarbeitende das Portal mit internen Informationen nicht nutzen, obwohl seine Einführung nicht gerade günstig war. Möglicherweise wissen sie nicht, dass es existiert, oder kennen sich damit nicht aus. Eine Lösung wäre eine gemeinsame Vorstellung, bei der Sie alles zeigen und erklären sowie die Gründe für die Einrichtung des Portals und dessen Zweck erläutern.
- Die ausscheidende Person wurde nicht ausreichend geschult, um die benötigten Informationen selbst zu finden.
Haben Sie bei der Bewertung des Einarbeitungsprozesses häufig ähnliche Kommentare bemerkt? Dann müssen Sie möglicherweise das Schulungssystem für die einzelnen Positionen anpassen, Führungskräfte besser anleiten, Schulungsunterlagen aktualisieren und Ziele festlegen, die Mitarbeitende nach der Schulung erreichen sollen.
- Die ausscheidende Person hatte nicht genügend Vertrauen zu ihrem Team oder zu ihrer Führungskraft, um nach weiteren Informationen zu fragen.
- Eine Führungsposition wird von einer Person ohne Führungskompetenzen ausgeübt.
- Der Informationsaustausch und die Kommunikation im Team funktionieren nicht.
Führen Sie weitere Untersuchungen oder ein persönliches Gespräch durch, um dem Thema genauer auf den Grund zu gehen. Um Vertrauen und ein gesundes Arbeitsumfeld zu stärken, hilft es, Mitarbeitende in die Angelegenheiten des Unternehmens einzubeziehen, gemeinsame Veranstaltungen zu organisieren, eine offene Kommunikation zu fördern und klarzumachen: Das einzige Problem, das sich nicht lösen lässt, ist eines, über das niemand spricht.
Ein einzelner Fragebogen zeigt Ihnen, was Sie im Unternehmen verbessern könnten. Veränderungen können Sie jedoch nur anstoßen, wenn Sie wiederholt, langfristig und systematisch Fragen stellen und die Ergebnisse regelmäßig auswerten.
Das Wichtigste im Überblick
Kleine und mittlere Unternehmen mit wenigen Dutzend Mitarbeitenden nutzen Mitarbeiterbefragungen beim Austritt ebenso wie große Unternehmen. Sie möchten herausfinden, welche Missstände zur Fluktuation beitragen können. Die Umfrage zeigt Ihnen zwar nicht, wie Sie diese beheben, hilft Ihnen aber dabei, Probleme zu erkennen. Nutzen Sie die Einschätzungen ausscheidender Mitarbeitender und sparen Sie Kosten für die Suche nach neuem Personal. Gehen Sie auf die Bedürfnisse der Mitarbeitenden ein, die im Unternehmen bleiben. Schaffen Sie Bedingungen, unter denen sie keinen Grund sehen zu gehen, und zeigen Sie ihnen, dass Ihr Unternehmen, Ihre Arbeit und die Menschen dort zu ihnen passen.
Wenn Sie gerade keine Mitarbeitenden im Kündigungszeitraum befragen müssen, können Sie stattdessen einen Fragebogen für Bewerberinnen und Bewerber nutzen und ihn Personen vorlegen, die sich auf eine Stelle in Ihrem Unternehmen bewerben. Lassen Sie sich nicht nur von der Vorlage inspirieren: Wir haben auch einen Anwendungsfall dazu vorbereitet, wie Sie eine Umfrage für Bewerberinnen und Bewerber erstellen.