In der Geschichte Ethereal World existieren zwei Welten nebeneinander: die Menschenwelt, wie wir sie kennen, und Thérealven – eine magische Parallelwelt, die vor tausend Jahren von der mächtigen Magierin Fanaech erschaffen wurde. Einst waren Magie und Nicht-Magie vereint, doch durch blutige Machtkriege wurden sie voneinander getrennt. Die Verbindung zwischen den Welten besteht nur noch durch Portale, von denen heute nur eines aktiv ist: das Portal bei Stonehenge.
Thérealven entstand aus Fanaechs Wunsch, einen Zufluchtsort für magische Wesen zu schaffen. Der Planet wird von einem inneren Kern angetrieben, gespeist durch die Lebensenergie zweier gegensätzlicher Wesen: Fanaech, ein reines Lichtwesen, und Lygorvan, ein dunkler Wyvern-Drache. Diese Dualität hält die Welt in einem ständigen Gleichgewicht zwischen Ordnung und Chaos. Drachen, die durch Fanaechs Magie die Fähigkeit des Gestaltenwandelns erhielten, wurden zu ewigen Wächtern der Portale.
Bei der Erschaffung Thérealvens rettete Fanaech gemeinsam mit ihren acht engsten Anhängern Dracheneier – inmitten eines eisigen Winters. Nur durch ihre Trauer und eine einzelne Träne konnte sie das erste Ei retten: jenes von Lygorvan und Arcova Lunae. Die übrigen Drachen wurden durch die Tränen der Anhänger und Fanaechs Magie wiederbelebt. Sie erhielten menschliche Eigenschaften wie Mitgefühl, Mut und Sehnsucht, und wurden seelisch mit ihren Reitern verbunden. So entstanden die Drachen Ciferith, Bathicor, Tulgera, Supernor, Zkandyan, Arenos und Trayan – ein Bund zwischen Mensch und Drache.
Als die Welt vollendet war, erschuf Fanaech ein Portal, das Thérealven in eine neue Dimension warf – ein gigantisches Planetensystem, losgelöst von der Erde, aber dennoch mit ihr verbunden. Diese Erschaffung kostete Fanaech ihre Kraft. Ihre Anhänger halfen, die magischen Bewohner durch die sieben Portale zu bringen, während Lygorvan und Arcova Lunae ihre Reiterin beschützten. Fanaech starb jedoch und wurde mit ihrem Geist Teil des Weltkerns, der Thérealven bis heute am Leben hält.
Die Bewohner Thérealvens – Elfen, Zwerge, Feen, Druiden und auch einige mutige Menschen – siedelten sich in verschiedenen Regionen an. Die Portale zur Erde wurden für feindliche Menschen geschlossen, und durch mächtige Vergessenszauber verschwand die Erinnerung an die magische Welt aus den Köpfen der Menschen und sogar vieler Magischer, die auf der Erde verblieben waren.
Die Drachen, ihrer Aufgabe beraubt, begannen ziellos durch die Länder zu streifen. Ihre menschlichen Gefühle ließen sie an Einsamkeit und Sehnsucht leiden. Fanaech, deren Geist noch lebte, hatte Mitleid und schenkte ihnen die Fähigkeit, sich in Menschen zu verwandeln. So entstanden die ersten Drachengestaltwandler – Wesen zwischen zwei Welten, mit der Aufgabe, die Portale zu bewachen und magische Artefakte sowie verlorene Wesen zu retten. Sie wurden zu Brücken zwischen Erde und Thérealven – und zu lebendigen Erinnerungen an eine Zeit, in der Magie und Mensch noch eins waren.