Usability-Tests klingen nach Labor, Moderator und einer Woche voller Termine – das muss heute nicht mehr sein. Eine kurze Umfrage, zum richtigen Zeitpunkt gestellt, liefert Ihnen einen Usability-Wert, den Sie über die Zeit und über hunderte echte Nutzende verfolgen können.
Hier erfahren Sie, wie Sie umfragebasierte Usability-Tests durchführen – mit zwei Fragen, auf die sich Forschende seit Jahrzehnten verlassen.
Umfragen vs. Labortest – nutzen Sie beides für unterschiedliche Zwecke
Umfragebasierte Usability ist kein Ersatz dafür, echten Menschen beim Benutzen Ihres Produkts zuzusehen – es ist die andere Hälfte. Umfragen messen wieviel; Laborsitzungen erklären das Warum.
Die SEQ: eine Frage, direkt nach einer Aufgabe
Die Single Ease Question (SEQ) ist die einfachste Usability-Kennzahl. Sobald jemand eine Aufgabe erledigt hat, fragen Sie, wie leicht sie sich angefühlt hat – auf einer einfachen 5-Punkte-Smileyskala. Es ist schnell, bewährt, und der Durchschnittswert zeigt Ihnen, welche Aufgaben Reibung verursachen.
Stellen Sie sie direkt nach der Aufgabe, solange der Eindruck frisch ist – nicht am Ende eines langen Fragebogens.
Die SUS: ein Usability-Score in zehn Aussagen
Die System Usability Scale (SUS) ist der Branchenstandard für einen Gesamt-Usabilitywert. Sie besteht aus zehn kurzen Aussagen, jeweils bewertet von „stimme überhaupt nicht zu“ bis „stimme voll und ganz zu“. Eine Matrix – Einzelauswahl bringt alles übersichtlich auf einen Bildschirm.
Lassen Sie sie im Produkt anzeigen, direkt nach der Aufgabe
Wo Sie fragen ist genauso entscheidend wie, was Sie fragen. Eine kurze Umfrage, die im Produkt angezeigt wird, direkt nachdem jemand eine Aufgabe abgeschlossen hat, liefert deutlich mehr (und ehrlichere) Antworten als eine E-Mail einige Tage später.
So werten Sie den Score aus
Die SUS liefert eine Zahl zwischen 0 und 100 – aber das ist kein Prozentsatz. Der wichtige Benchmark: 68 ist der Durchschnitt. Alles darunter ist unterdurchschnittlich; ab 80 ist der Score wirklich gut.
📈 Der eigentliche Wert liegt darin, Ihren eigenen Score im Zeitverlauf zu verfolgen – führen Sie die SUS bei jedem Release durch und sehen Sie, ob sich durch Ihre Änderungen wirklich etwas bewegt.
So starten Sie
Fügen Sie eine SEQ direkt nach Ihrer wichtigsten Aufgabe ein.
Führen Sie die SUS als Matrix – Einzelauswahl bei jeder Veröffentlichung durch.
Lassen Sie beide Umfragen kontextuell im Produkt anzeigen, nicht per E-Mail.
Verfolgen Sie die Scores im Zeitverlauf – der Trend sagt mehr aus als eine einzelne Zahl.
💡 Schnellstart
Mit der Matrix – Einzelauswahl und Bewertungsskala von Survio erfassen Sie SEQ und SUS direkt und können die gleiche Umfrage über Releases hinweg vergleichen, um Ihre Scores zu sehen. Ergänzen Sie dies mit „Feature-Priorisierung: Wie Sie Nutzende gezielt nach ihren Wünschen fragen“ aus dieser Sammlung.





